July 15, 2026
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July 16, 2026
Welche Optionen haben Unternehmen nach SAP WM? Dieser Beitrag zeigt die Rolle von SAP LGM, SAP EWM und Stock Room Management in der SAP-S/4HANA-Transformation.

SAP WM Nachfolge: Ist SAP LGM die richtige Wahl?

Oliver Keller
Head of Marketing & Sales
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Reevaluating Warehouse Strategies in the S/4HANA Era

Die wichtigsten Fragen zur SAP WM-Nachfolge

Mit SAP S/4HANA müssen viele Unternehmen ihre zukünftige Lagerstrategie neu bewerten. Dabei stellt sich nicht nur die Frage nach einem Nachfolger für SAP WM, sondern nach der langfristig passenden Zielarchitektur für unterschiedliche Lagertypen.

SAP WM wird nicht einfach ersetzt

Die eigentliche Herausforderung besteht nicht darin, SAP WM durch ein neues Produkt auszutauschen. Vielmehr sollten Unternehmen ihre Lagerlandschaft neu bewerten und die passende Zielarchitektur definieren.

Nicht jedes Lager benötigt SAP EWM

Während komplexe oder automatisierte Lager weiterhin SAP EWM benötigen können, sind für standardisierte Lagerstandorte auch andere Zielarchitekturen denkbar.

SAP LGM kann eine Alternative sein

SAP Logistics Management adressiert standardisierte, cloudbasierte Lagerprozesse und kann für ausgewählte Lagerstandorte eine moderne Zielarchitektur darstellen.

Warum Unternehmen jetzt handeln sollten

Mit der Migration auf SAP S/4HANA überprüfen viele Unternehmen ihre bestehende Lagerarchitektur. Historisch gewachsene SAP WM-Landschaften funktionieren zwar häufig zuverlässig, wurden jedoch meist nicht für moderne Cloud-Strategien, harmonisierte End-to-End-Prozesse oder integrierte Logistiknetzwerke entwickelt.

Die eigentliche Herausforderung besteht daher nicht darin, SAP WM durch ein neues Produkt zu ersetzen. Vielmehr stellt sich die Frage, wie die zukünftige Lagerarchitektur aussehen soll und welche Anforderungen die einzelnen Lagerstandorte künftig erfüllen müssen.

Gleichzeitig hat sich das SAP-Portfolio in den vergangenen Jahren deutlich weiterentwickelt. Unternehmen stehen heute verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, um ihre zukünftige Lagerstrategie auszurichten. Welche Zielarchitektur sinnvoll ist, hängt jedoch weniger vom Namen der Lösung als von den Prozessen, Anforderungen und strategischen Zielen des jeweiligen Lagerstandorts ab.

Eine Einführung in SAP Logistics Management finden Sie im Beitrag „Was ist SAP Logistics Management (SAP LGM)?“.

Warum ein 1:1-Ersatz von SAP WM oft nicht der richtige Ansatz ist

Viele Unternehmen suchen nach einer Lösung, die SAP WM möglichst unverändert ablösen kann. Dadurch besteht die Gefahr, bestehende Prozesse lediglich technisch zu migrieren, ohne die eigentliche Zielarchitektur zu hinterfragen.

Die SAP S/4HANA-Transformation bietet jedoch die Chance, unterschiedliche Lagertypen neu zu bewerten und für jeden Standort die passende Lösung auszuwählen. Genau deshalb ist die SAP WM-Nachfolge in erster Linie eine strategische und nicht nur eine technische Entscheidung.

Die falsche Frage lautet: „Was ersetzt SAP WM?“

Viele Unternehmen betrachten die SAP S/4HANA-Transformation zunächst als reines Systemupgrade und suchen nach einem direkten Nachfolger für SAP WM. In der Praxis greift dieser Ansatz jedoch häufig zu kurz.

Die eigentliche Herausforderung besteht darin, die zukünftige Lagerstrategie neu zu bewerten. Nicht jeder Lagerstandort benötigt dieselbe Zielarchitektur. Während hochautomatisierte Lager häufig weiterhin auf SAP EWM setzen, können für standardisierte Lagerstandorte auch SAP Logistics Management (SAP LGM) oder Stock Room Management sinnvoll sein.

Entscheidend sind Prozesskomplexität, Automatisierungsgrad, Integrationsanforderungen und die langfristige Ausrichtung der Logistikorganisation.

Warehouse Strategy Before Technology Selection

Welche Optionen stehen nach SAP WM zur Verfügung?

Unternehmen, die heute SAP WM einsetzen, haben grundsätzlich mehrere Möglichkeiten für ihre zukünftige Lagerstrategie. Unabhängig von der gewählten Zielarchitektur bleibt SAP S/4HANA dabei der zentrale ERP-Kern für Lager-, Logistik- und Geschäftsprozesse.

Die eigentliche Frage lautet, welche Lagerlösung künftig die operativen Lagerprozesse des jeweiligen Standorts unterstützen soll. Welche Option sinnvoll ist, hängt davon ab, ob bestehende Prozesse weitgehend fortgeführt, standardisierte Cloud-Szenarien aufgebaut oder komplexe Lagerprozesse mit hoher funktionaler Tiefe abgebildet werden sollen.

Fundament

SAP S/4HANA

SAP S/4HANA bildet den zentralen ERP-Kern für Lager-, Logistik- und Geschäftsprozesse. Die eigentliche SAP-WM-Nachfolge betrifft daher nicht das ERP-System selbst, sondern die zukünftige Lagerlösung, die die operativen Lagerprozesse des jeweiligen Standorts unterstützt.

Rolle: Zentrale Plattform für Prozesse, Stammdaten, Belege, Integration und die Einbindung der jeweiligen Lagerlösung innerhalb der zukünftigen SAP-Landschaft.
Option 1

Stock Room Management

Stock Room Management eignet sich vor allem für Unternehmen, die bestehende SAP-WM-nahe Lagerprozesse weitgehend unverändert weiterführen möchten und keine umfassende funktionale Weiterentwicklung benötigen.

Typischer Einsatz: Übergangsszenarien, einfache Lagerprozesse und Standorte, bei denen die kurzfristige Fortführung bestehender Prozesse im Vordergrund steht.
Option 2

SAP Logistics Management (SAP LGM)

SAP Logistics Management adressiert standardisierte Lager- und Logistikprozesse und richtet sich insbesondere an Lagerstandorte mit geringerer Prozesskomplexität, klaren Standardabläufen und einer Cloud-First-Strategie.

Typischer Einsatz: regionale Lagerstandorte, Satellitenlager, Werkslager, Ersatzteillogistik oder standardisierte Multi-Site-Strukturen.
Option 3

SAP Extended Warehouse Management (SAP EWM)

SAP Extended Warehouse Management bleibt die strategische Lösung für komplexe, stark individualisierte oder hochautomatisierte Lagerumgebungen. Dazu gehören beispielsweise Materialflusssteuerung mit SAP EWM MFS, Fördertechnik, automatische Kleinteilelager, komplexe Produktionsversorgung oder anspruchsvolle Lagerstrategien.

Typischer Einsatz: komplexe Distributionszentren, Produktionslogistik, hochautomatisierte Lager und Lagerstandorte mit umfangreichen Buchungs- oder Prozessanforderungen.
Qinlox-Einordnung: Die SAP-WM-Nachfolge sollte nicht als reine Produktentscheidung betrachtet werden. SAP S/4HANA bildet den ERP-Kern, während Stock Room Management, SAP LGM und SAP EWM je nach Lagertyp unterschiedliche Rollen in der Zielarchitektur übernehmen können.

Die passende Zielarchitektur hängt nicht vom Namen der Lösung ab, sondern von Prozesskomplexität, Automatisierungsgrad und den Anforderungen des jeweiligen Lagerstandorts.

Eine detaillierte Gegenüberstellung von SAP LGM und SAP EWM finden Sie im Beitrag „SAP LGM vs. SAP EWM – Welche Lagerverwaltung passt zu Ihrem Unternehmen?“.

Wann kann SAP LGM eine sinnvolle SAP WM-Nachfolge sein?

SAP LGM kann insbesondere dort sinnvoll sein, wo bestehende SAP WM-Landschaften standardisierte Lagerprozesse unterstützen und keine komplexe Automatisierung oder umfangreiche Individualisierung erforderlich ist.

Typische SAP WM-Szenarien, die häufig für SAP LGM bewertet werden:

  • regionale Lagerstandorte
  • Satellitenlager
  • Werkslager
  • Ersatzteillogistik
  • standardisierte Multi-Site-Strukturen
  • Lager mit überschaubarer Prozess- und Buchungskomplexität

Darüber hinaus betrachtet SAP LGM Logistikprozesse nicht isoliert aus Sicht der Lagerverwaltung. Die Plattform verbindet Lagerprozesse mit Themen wie Partnerkollaboration über SAP Business Network for Logistics (SAP BN4L), Transportprozessen und weiteren Elementen moderner Supply-Chain-Netzwerke.

Besonders interessant ist dieser Ansatz für Unternehmen, die ihre Logistikarchitektur stärker harmonisieren und cloudbasiert ausrichten möchten.

Für viele Unternehmen wird die Zukunft hybrid sein

In der Praxis entsteht häufig keine Entweder-oder-Entscheidung.

Viele Unternehmen betreiben unterschiedliche Lagertypen innerhalb derselben SAP-Landschaft. Während zentrale Logistikstandorte oder automatisierte Lager weiterhin SAP EWM nutzen, können regionale Lager oder standardisierte Standorte mit SAP LGM betrieben werden.

Die Frage nach der SAP WM-Nachfolge sollte daher nicht auf die Auswahl eines einzelnen Produkts reduziert werden. Ziel sollte es sein, für jeden Lagerstandort die passende Zielarchitektur zu entwickeln und daraus eine langfristig tragfähige Logistikstrategie abzuleiten.

Weitere Einordnung dazu finden Sie auch im Beitrag „Für welche Unternehmen eignet sich SAP LGM?“.

Die SAP WM-Nachfolge ist eine Strategieentscheidung

Die Frage nach der SAP WM-Nachfolge lässt sich nicht mit einem einzelnen Produkt beantworten. Entscheidend sind die Anforderungen der jeweiligen Lagerstandorte, die Prozesskomplexität sowie die langfristigen Ziele der Logistikorganisation.

Die SAP S/4HANA-Transformation bietet Unternehmen die Chance, bestehende Lagerstrukturen neu zu bewerten und daraus eine tragfähige Zielarchitektur für die Zukunft abzuleiten.

Für viele Unternehmen entsteht dabei keine Entweder-oder-Entscheidung, sondern eine differenzierte Systemlandschaft, in der unterschiedliche Lösungen je nach Lagertyp die passende Rolle übernehmen.

Die richtige SAP WM-Nachfolge beginnt mit einer fundierten Standortbewertung.

Nicht jeder Lagerstandort benötigt dieselbe Zielarchitektur. Qinlox unterstützt Unternehmen dabei, bestehende SAP-WM-Landschaften zu analysieren, zukünftige Lagerstrategien zu entwickeln und die passende Zielarchitektur für jeden Standort zu definieren.

Gemeinsam bewerten wir Prozesskomplexität, Automatisierungsgrad, Integrationsanforderungen und langfristige Transformationsziele – und leiten daraus eine belastbare Roadmap für SAP LGM, SAP EWM, Stock Room Management oder hybride Zielarchitekturen ab.

Häufig gestellte Fragen zur SAP WM-Nachfolge

Mit SAP S/4HANA müssen viele Unternehmen ihre zukünftige Lagerstrategie neu bewerten. Die folgenden Antworten helfen bei der Einordnung typischer Fragestellungen rund um die SAP WM-Nachfolge.

Ist SAP LGM der Nachfolger von SAP WM?

Nein. SAP Logistics Management wurde nicht als direkter Nachfolger von SAP WM entwickelt. Die Lösung adressiert standardisierte, cloudbasierte Lager- und Logistikprozesse und kann für bestimmte Lagertypen eine moderne Zielarchitektur darstellen. Ob SAP LGM geeignet ist, hängt von den jeweiligen Prozessen und Anforderungen des Lagerstandorts ab.

Welche Rolle spielt Stock Room Management bei der SAP WM-Nachfolge?

Stock Room Management ermöglicht es Unternehmen, bestehende SAP WM-nahe Prozesse innerhalb von SAP S/4HANA weiterzuführen. Die Lösung eignet sich insbesondere für Unternehmen, die keine umfangreiche funktionale Weiterentwicklung benötigen und bestehende Abläufe möglichst unverändert fortführen möchten.

Muss jedes Unternehmen von SAP WM auf SAP EWM wechseln?

Nein. Nicht jeder Lagerstandort benötigt den Funktionsumfang von SAP EWM. Die passende Zielarchitektur hängt von Prozesskomplexität, Automatisierungsgrad, Integrationsanforderungen und den langfristigen Zielen des Unternehmens ab. Für standardisierte Lager können auch andere Optionen sinnvoll sein.

Wann kann SAP LGM eine sinnvolle Alternative zu SAP WM sein?

SAP LGM eignet sich insbesondere für Lagerstandorte mit standardisierten Prozessen, klaren Abläufen und einer Cloud-First-Strategie. Typische Beispiele sind regionale Lager, Satellitenlager, Werkslager oder Ersatzteillogistik. Entscheidend ist dabei weniger die Unternehmensgröße als die Prozessstruktur des jeweiligen Standorts.

Wann sollte SAP EWM bevorzugt werden?

SAP EWM ist die richtige Wahl, wenn Lagerprozesse hochautomatisiert, stark individualisiert oder besonders komplex sind. Typische Beispiele sind automatische Kleinteilelager, Fördertechnik, Materialflusssteuerung mit SAP EWM MFS, komplexe Produktionslogistik oder anspruchsvolle Lagerstrategien.

Kann SAP WM direkt auf SAP LGM migriert werden?

Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Ob SAP LGM eine geeignete Zielarchitektur darstellt, hängt von den Prozessen, Integrationsanforderungen, Automatisierungsgraden und den langfristigen Zielen der Lagerstrategie ab. Vor einer Entscheidung sollte die Lagerlandschaft strukturiert bewertet werden.

Können SAP LGM und SAP EWM gemeinsam eingesetzt werden?

Ja. In vielen Unternehmen entstehen hybride Zielarchitekturen, in denen unterschiedliche SAP-Lösungen für unterschiedliche Lagertypen eingesetzt werden. Beispielsweise können automatisierte Lager mit SAP EWM betrieben werden, während regionale oder standardisierte Lager auf SAP LGM basieren.

Sollte die SAP WM-Nachfolge als IT-Projekt betrachtet werden?

Nein. Die Ablösung von SAP WM ist nicht nur eine technische Migration. Die SAP S/4HANA-Transformation bietet die Chance, Logistikprozesse, Lagerstrukturen und Zielarchitekturen grundsätzlich neu zu bewerten. Deshalb sollten Fachbereiche und Logistikverantwortliche frühzeitig in die Strategieentwicklung eingebunden werden.

Wie findet man die passende Zielarchitektur nach SAP WM?

Der sinnvollste Ansatz ist ein strukturiertes Assessment der Lagerlandschaft. Dabei werden Lagertypen, Prozesskomplexität, Automatisierungsgrad, Integrationsanforderungen und strategische Ziele bewertet. Auf dieser Basis lässt sich entscheiden, ob Stock Room Management, SAP LGM, SAP EWM oder eine Kombination mehrerer Lösungen die passende Zielarchitektur darstellt.

Kategorie
SAP LGM
SAP EWM
SAP S/4HANA
SAP WMS

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