July 14, 2026
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July 14, 2026
Welche Integrationsarchitektur ist langfristig sinnvoll? Ein Vergleich von direkter SAP-EWM-Anbindung und Middleware-basierten Pick-by-Light-Lösungen.

Middleware oder direkte SAP EWM-Integration von Pick-by-Light?

Oliver Keller
Head of Marketing & Sales
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Die wichtigsten Erkenntnisse zur Pick-by-Light Integration

Bei der Integration von Pick-by-Light in SAP EWM stehen Unternehmen häufig vor der Frage, ob eine direkte Anbindung an SAP EWM ausreicht oder ob zusätzliche Middleware benötigt wird. Die richtige Entscheidung hängt von Architektur, Prozessen und langfristigen Anforderungen ab.

Direkte Integration reduziert Komplexität

Weniger Systeme bedeuten häufig geringeren Wartungsaufwand, kürzere Kommunikationswege und eine höhere Transparenz der Prozesse.

Middleware ist nicht immer erforderlich

Moderne Pick-by-Light-Lösungen lassen sich häufig direkt mit SAP EWM integrieren, ohne zusätzliche Softwareebenen einzuführen.

Die Architektur muss zum Lager passen

Nicht jede Integrationsarchitektur ist für jede Lagerlandschaft geeignet. Prozesse, Systemlandschaft und Zukunftsstrategie sind entscheidend.

Direkte Integration oder Middleware – warum diese Frage so häufig gestellt wird

Bei der Einführung oder Modernisierung einer Pick-by-Light-Lösung stellt sich in vielen Projekten die gleiche Frage: Soll die Kommunikation zwischen SAP EWM und den Pick-by-Light-Komponenten direkt erfolgen oder wird eine zusätzliche Middleware benötigt?

Historisch wurden viele Subsysteme in Lagerumgebungen über Middleware-Lösungen angebunden. Diese Systeme übernahmen die Kommunikation zwischen SAP und den angeschlossenen Geräten und dienten häufig als zentrale Integrationsplattform.

Mit der Weiterentwicklung von SAP EWM und modernen Integrationsansätzen hat sich dieses Bild jedoch verändert. Viele Pick-by-Light-Lösungen können heute direkt in SAP EWM integriert werden. Dadurch lassen sich Kommunikationswege verkürzen und zusätzliche Softwarekomponenten vermeiden.

Die Entscheidung sollte jedoch nicht ausschließlich aus technischer Perspektive getroffen werden. Prozessanforderungen, bestehende Systemlandschaften, zukünftige Erweiterungen und betriebliche Anforderungen spielen eine ebenso wichtige Rolle.

Eine grundlegende Einführung in die Architektur und Funktionsweise von Pick-by-Light mit SAP EWM finden Sie außerdem im Fachartikel „SAP EWM Pick-by-Light Integration: Architektur, Schnittstellen und Best Practices“.

Weniger Systeme bedeuten häufig stabilere Prozesse.

Jede zusätzliche Softwarekomponente erhöht die Komplexität einer Systemlandschaft. Eine direkte Integration zwischen SAP EWM und dem Pick-by-Light-System kann Transparenz schaffen, Wartungsaufwand reduzieren und die Nachvollziehbarkeit von Prozessen verbessern.

Vorteile der direkten Integration in SAP EWM

Weniger Systemkomplexität

Jedes zusätzliche System erzeugt Schnittstellen, Kommunikationswege und Wartungsaufwand. Eine direkte Integration reduziert die Anzahl beteiligter Komponenten und vereinfacht die Gesamtarchitektur.

Höhere Transparenz

Wenn Lageraufgaben, Rückmeldungen und Prozessstatus direkt innerhalb der SAP-Landschaft verarbeitet werden, entsteht eine bessere Nachvollziehbarkeit der Datenflüsse.

Geringerer Wartungsaufwand

Weniger Systeme bedeuten häufig weniger Updates, weniger Schnittstellenpflege und reduzierte Betriebsaufwände.

Schnellere Kommunikation

Direkte Kommunikationswege können die Latenz zwischen SAP EWM und den angeschlossenen Pick-by-Light-Komponenten reduzieren.

Wann Middleware sinnvoll sein kann

Trotz der Vorteile einer direkten Integration gibt es Szenarien, in denen Middleware weiterhin sinnvoll sein kann. Dazu zählen beispielsweise:

Heterogene Systemlandschaften

Wenn mehrere unterschiedliche Subsysteme integriert werden müssen, kann eine Middleware als zentrale Kommunikationsschicht sinnvoll sein.

Mehrere Automatisierungsanbieter

Unterschiedliche Hersteller, Protokolle und technische Standards können eine zusätzliche Integrationsschicht erforderlich machen.

IT-Integrationsstandards

Einige Unternehmen setzen bewusst auf zentrale Middleware-Plattformen als Bestandteil ihrer übergreifenden IT-Strategie.

Entscheidend ist die Zielarchitektur: Middleware sollte nicht aus Gewohnheit eingesetzt werden, sondern nur dann, wenn sie zur bestehenden Systemlandschaft und langfristigen Integrationsstrategie passt.

Direkte Integration oder Middleware im Vergleich

Welche Integrationsarchitektur die richtige ist, hängt von den Anforderungen der jeweiligen Lagerlandschaft ab. Die folgende Matrix zeigt, wie sich eine direkte SAP EWM-Integration und ein Middleware-basierter Ansatz in typischen Bewertungskriterien unterscheiden.

Kriterium Direkte SAP-EWM-Integration schlank Middleware-basierte Integration flexibel
Systemlandschaft Weniger beteiligte Systeme und eine übersichtlichere Gesamtarchitektur. Zusätzliche Integrationsschicht zwischen SAP EWM und angebundenen Subsystemen.
Transparenz Hohe Nachvollziehbarkeit, da Prozessdaten direkt innerhalb der SAP-Landschaft verarbeitet werden. Transparenz hängt stärker von Middleware, Monitoring und Datenmodell ab.
Wartungsaufwand Häufig geringer, da weniger Schnittstellen und Systemkomponenten gepflegt werden müssen. Zusätzliche Pflege, Updates und Abstimmung der Middleware erforderlich.
Kommunikationswege Direkte Kommunikation zwischen SAP EWM und Pick-by-Light-System. Kommunikation erfolgt über eine zusätzliche Integrationsschicht.
Flexibilität Besonders geeignet bei klar definierten Prozessen und überschaubaren Systemlandschaften. Vorteilhaft bei heterogenen Landschaften, mehreren Subsystemen oder vielen technischen Standards.
Typische Einsatzszenarien Standardisierte SAP-EWM-Landschaften mit direkter Anbindung von Pick-by-Light-Komponenten. Mehrere Subsysteme, unterschiedliche Automatisierungsanbieter oder bestehende Integrationsplattformen.

Best Practices für die Architekturentscheidung

Prozesse analysieren

Die Integrationsarchitektur sollte die Geschäftsprozesse unterstützen und nicht umgekehrt.

Zielarchitektur definieren

Die langfristige Systemstrategie sollte bereits vor der Auswahl der Integrationslösung feststehen.

SAP EWM als führendes System etablieren

Bestandsführung, Lageraufgaben und Prozessstatus sollten zentral in SAP EWM verbleiben.

Weitere Informationen zu typischen Einsatzbereichen, Vorteilen und Implementierungsleistungen finden Sie auf unserer SAP EWM Pick-by-Light Leistungsseite.

Wachstum berücksichtigen

Auch zukünftige Erweiterungen und zusätzliche Lagerbereiche sollten berücksichtigt werden.

Die Wahl der Integrationsarchitektur sollte deshalb immer zusammen mit der langfristigen Lager- und Automatisierungsstrategie bewertet werden.

Technologieauswahl ganzheitlich betrachten

Die Integrationsarchitektur ist nur ein Teil einer erfolgreichen Pick-by-Light-Lösung. Ebenso wichtig ist die Frage, welche Kommissioniertechnologie am besten zu den Anforderungen des jeweiligen Lagers passt.

Einen detaillierten Vergleich finden Sie im Fachbeitrag „Pick-by-Light oder Pick-by-Voice – welche Technologie passt zu Ihrem Lager?“.

Praxisszenarien berücksichtigen

Insbesondere in Produktionsversorgung, Materialbereitstellung und Kanban-Prozessen ergeben sich oft besondere Anforderungen an Integration und Echtzeitkommunikation.

Praxisbeispiele hierzu finden Sie im Fachbeitrag „Pick-by-Light in Produktionsversorgung und Kanban-Logistik“.

Die richtige Integrationsarchitektur hängt von den Anforderungen ab

Eine direkte SAP EWM-Integration bietet in vielen Szenarien Vorteile hinsichtlich Transparenz, Wartbarkeit und Systemkomplexität. Gleichzeitig gibt es jedoch Anwendungsfälle, in denen Middleware weiterhin sinnvoll sein kann.

Die entscheidende Frage lautet daher nicht, welche Architektur grundsätzlich besser ist, sondern welche Lösung die Anforderungen der jeweiligen Lagerlandschaft am besten unterstützt. Unternehmen sollten die Entscheidung immer auf Basis ihrer Prozesse, Systeme und langfristigen Zielarchitektur treffen.

Wer Integrationsarchitektur, Prozessanforderungen und zukünftige Erweiterungen ganzheitlich betrachtet, schafft die Grundlage für stabile und zukunftssichere Lagerprozesse.

Sie planen die Integration von Pick-by-Light in SAP EWM?

Ob direkte SAP-EWM-Integration oder Middleware-basierter Ansatz – die richtige Entscheidung hängt von Prozessen, Systemlandschaft und Zukunftsstrategie ab.

Wir unterstützen Unternehmen bei der Bewertung bestehender Integrationsarchitekturen, der Auswahl geeigneter Lösungsansätze sowie der technischen und fachlichen Umsetzung von Pick-by-Light-Lösungen in SAP EWM.

Gemeinsam entwickeln wir eine Integrationsstrategie, die zu Ihrer Lagerlandschaft und Ihren langfristigen Anforderungen passt.

FAQs

Sie möchten mehr über Pick-by-Light in Produktionsversorgung und Kanban-Logistik erfahren? Nachfolgend beantworten wir die wichtigsten Fragen zu Einsatzbereichen, Vorteilen, SAP-EWM-Integration und möglichen Alternativen.

Benötigt jede Pick-by-Light-Lösung eine Middleware?

Nein. Moderne Pick-by-Light-Lösungen können häufig direkt an SAP EWM angebunden werden.

Welche Vorteile bietet eine direkte Integration?

Weniger Systemkomplexität, höhere Transparenz und geringerer Wartungsaufwand.

Wann ist Middleware sinnvoll?

Insbesondere bei heterogenen Systemlandschaften, mehreren Subsystemen oder speziellen Integrationsanforderungen.

Ist eine direkte Integration immer die beste Lösung?

Nicht zwangsläufig. Die Architektur sollte immer auf die individuellen Anforderungen und die langfristige Zielarchitektur abgestimmt werden.

Kann SAP EWM als führendes System auch mit Middleware eingesetzt werden?

Ja. Auch bei Middleware-Szenarien kann SAP EWM weiterhin das führende System für Lagerprozesse und Bestände bleiben.

Kategorie
SAP EWM
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