Wenn Agents autonom entscheiden – Wie CIOs die Verantwortung für KI in SAP-Landschaften strukturell verankern

Executive Whitepaper von Marc Hofheinz, seit fast 30 Jahren in SAP-Logistikprojekten – der dritte und abschließende Teil unserer Reihe zu KI in SAP-Logistiklandschaften.

Die Technik für autonome Agenten kommt. Die entscheidende Frage ist nicht, ob Agenten autonom entscheiden können, sondern was ein Unternehmen geregelt haben muss, bevor es sie lässt: Wer legt fest, was ein Agent darf? Wer kann ihn anhalten? Wer steht am nächsten Morgen für seine Entscheidung ein?

Dieses Whitepaper beschreibt keine Technologie und ersetzt keine Rechtsberatung. Es zeigt eine Governance-Struktur, mit der Unternehmen Autonomie in SAP EWM und SAP MFS verantwortlich erteilen können – der EU AI Act ist dabei der äußere Rahmen, nicht der Hauptgegenstand.

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Whitepaper-Features

Executive-Einordnung für CIOs und Verantwortliche für SAP-Logistik

Vier zentrale Thesen: Autonomie ist eine Erlaubnis, keine Funktion

Governance je Entscheidungsklasse statt je Agent

Verantwortungskette mit vier besetzten Funktionen: fachlicher Owner, technischer Owner, Freigabeinstanz, Aufsicht im Betrieb

Der EU AI Act als äußerer Rahmen – mit Fundstellen und klarer Trennung von Gesetzeswortlaut und unserer Einschätzung

Zwei Fallbeispiele aus SAP EWM und SAP MFS

Vier Handlungsempfehlungen für CIOs

Die Lücke zwischen Einsatz und Struktur

In einer Befragung von Deloitte gab rund jedes fünfte Unternehmen (21 Prozent) an, ein ausgereiftes Governance-Modell für autonome Agenten zu haben – zugleich erwarten 74 Prozent, agentische KI binnen zwei Jahren mindestens in moderatem Umfang zu nutzen.

Die Lücke zwischen beiden Zahlen schließt kein Gesetz. Sie schließt nur die eigene Organisation. Das Whitepaper zeigt, wie.

Autonomie wird nicht eingeschaltet. Sie wird erteilt.
Portrait of Marc Hofheinz

Marc Hofheinz

Managing Partner | Qinlox Consulting GmbH

Drei zentrale Erkenntnisse

Autonomie wird erteilt

Ob ein Agent ohne Einzelfreigabe handelt, entscheidet nicht die Software. Es entscheidet das Unternehmen.

Verantwortung braucht einen Namen

Verantwortung, die „beim System“ oder „beim Projekt“ liegt, liegt bei niemandem.

Die Frist ist Bauzeit

Die Vorschriften für Hochrisiko-Systeme greifen ab Dezember 2027. Die Struktur braucht die erste autonome Klasse schon vorher.

Futuristic warehouse with digitally connected racks and conveyor technology
Employee monitoring automated warehouse systems on screens in a control room

Wer darf in Ihrem Unternehmen Autonomie erteilen – und wer steht am nächsten Morgen dafür ein?

Das Whitepaper zeigt, wie Unternehmen Verantwortung für KI-Agenten in SAP-Landschaften so verankern, dass Autonomie überhaupt erteilt werden kann: je Entscheidungsklasse, mit benannten Personen und einem formalen Stufenwechsel.